Der Mensch im Ultratechnoikum

Denn selbstverständlich gehört auch zu diesem allumfassenden Pro-
gramm der Genetokratie das Gebiet der Krankheitserreger mit dazu.
Was nützt dem Menschen irgendeine Stufe der Genetokratie, d. h.
was nützt es dem Menschen, die furchtbarsten Tiere, Walfische, Mord-
wale, Tintenfische, Kletteraffen, Gorillas und Tiger in seine Aquarien
und zoologischen Gärten in einer höheren Stufe der Prothesengestaltung einfangen zu können, wenn ein unlösbarer Rest übrig bleibt, die
Welt der Mikroben, der Fermente, der Gifte und der Infektionen. ..
und auf der anderen Seite die Welt des makrokosmischen Eigenwillens,
die Eigenzeit und die radioaktiv in sich selbst zerfallende, aus sich selbst sich neu gruppierende Welt der physikalischen Kräfte und Elemente?
Der Genetokratie entspricht ein unbedingter Totalitätsanspruch in
der Beherrschung aller Nester, aller Keimbedingungen, von denen aus
sich Eigenzeiten, sich Stoffverwandlungen überhaupt auswirken können, ganz gleichgültig, ob wir es mit den Transformationsbedingungen von Krankheitserregern oder mit dem radioaktiven Selbstumsatz von Riesengestirnen zu tun haben.
Wer die Gesetze der Eigenzeit, der Selbstverwandlung, der Onto-
genese auf allen Stufen denkbarer Größenordnung beherrscht, der be-
herrscht die Welt, der ist der echte Mensch zukünftig ausreichender Art.

TAG S.25

In der August-Ausgabe der Schweizer Monatszeitschrift DU erscheint Turels Text "Nuklearpioniere vor der Marsfahrt, der sich wie eine Projektbeschreibung von Elon Musks Idee der menschlichen Marsbesiedlung ausnimmt.

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Anmerkungen (inkl. Graphik) und Briefdurchschlag an den Herausgeber von A. Turel.

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